Der Kühlschrank: Weird Girl Short Storys

Alltagshorror einer ganz normalen Frau

Damit sie endlich wieder ins Schreiben kommt, lässt sich Olivia Olson auf ein Experiment ein. Sie soll jeden Tag eine Seite schreiben, diese ausdrucken und an den heimischen Kühlschrank heften. Das gelingt ihr mal mehr, mal weniger gut. Es entsteht ein kurzweiliger, teilweise schmerzhafter Abriss ihres Lebens. Alles wiederholt sich, ohne Ende in Sicht: Angst, Depression, Lust, Liebeskummer, hormonelles Chaos, Menstruation, Dekonstruktion. Wo soll man da Zeit und Raum zum Schreiben finden? Während Olivia sich auf Sinnsuche macht, passiert etwas Unerwartetes: Sie schreibt!

Die Emanzipation einer unglücklichen Frau

Olivias Blogtexte aus den Jahren 2020 bis 2023 sind ein verhängnisvolles Schreibexperiment.

Olivia ist Mitte dreißig, glückliche Mutter, unglückliche Ehefrau und vor allem eins: unzufriedene Künstlerin. Eigentlich will sie schreiben, aber ständige Existenzangst und Depressionen hindern sie daran. Ihr Blog verwaist ungenutzt im Internet. Da schlägt ihr Mann, mit dem sie eine offene Ehe führt, vor, einfach jeden Tag bloß eine Seite zu schreiben und diese dann an den Kühlschrank zu pinnen. Die von Perfektionismus und kreativem Anspruch getriebene Olivia lässt sich auf das Experiment ein, in der Hoffnung, so wieder in einen Schreibflow zu kommen; auch wenn es ihr eigentlich nicht gefällt, dass sie selbst nicht auf diese Idee gekommen ist. 

Doch obwohl ihr nicht wirklich danach ist, schreibt sie. Durch den Schmerz hindurch. Und nach und nach entsteht dabei ein Zeugnis, ein Protokoll nicht nur einer gescheiterten Ehe, sondern auch einer gebrochenen Frau, die eigentlich nur geliebt werden will. 

Was die Leute sagen

In Der Kühlschrank seziert Olivia ihre Realität mit einer Mischung aus schonungsloser Härte und brillantem Witz. Es ist ein Buch, das intelligent unterhält und gleichzeitig emotional nachhallt. Das Einzige, was ich ihr ankreiden möchte, ist, dass sie erst ein Buch veröffentlicht hat.

– Florian H., Wien

Das Buch lebt vom Schreibstil der Autorin: Mal witzig, ohne ins Alberne abzudriften, mal berührend, ohne sentimental zu werden und dabei immer geistreich und einzigartig. Die Kurzgeschichten beschreiben den Alltag einer Millennial-Kreativen – ich konnte mich in vielen davon wiederfinden.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass es noch mehr Seiten hat …

– Melina K., Montpellier

Wahr, warm, reflexiv – einfach toll!

– Marta W., Zürich

“Mein Roman, der basiert auch auf meinem Leben. Allerdings kann ich da so lustige Sachen einbauen, die nicht stimmen, zum Beispiel, dass mein Ex mich zurückliebt oder dass ich ein Mercedes Cabrio fahre.”

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